Sonntag, 18. September 2011

Lagerresüme: VI. Belagerung von Gut Schiff (2011)

Am vergangenen Wochenende (16.-18.9.11) war nun die VI. Belagerung von Gut Schiff bei Bergisch Gladbach.

Bereits am Donnerstag machten wir uns auf um unser Lager aufzubauen. In Ermangelung eines mit Anhängerkupplung versehenen Autos mussten wir für den Hin- und Rücktransport jeweils einen Transporter mieten. Und obwohl bei der Autovermietung die großen Transporter wie der Sprinter bereits in die nächste Kategorie fallen, haben wir jeweils einen Sprinter bekommen, ohne einen Aufbreis bezahlen zu müssen.

Leider war ich schon etwas angeschlagen, so dass die Vorbereitungen bei mir Zuhause schon länger gedauert haben als gedacht. Bis ich dann den Sprinter hatte, eingeladen war etc. war es schon später, als wie ich beabsichtigt hatte bereits beim Lagerplatz zu sein. Schlussendlich haben wir gegen halb acht angefangen aufzubauen.

Beim Aufbau waren wir 3 Personen. Und ich möchte sagen, gerade ich, die nur so nen groben Plan davon hat, was wie aufgebaut wird und dann unsere beiden neuzugänge, das war ein kleines Abenteuer. Es hat aber geklappt, wenn auch eher schleppend. Anderthalb Stunden haben wir für die beiden Kegelzelte, den Baldachin und die Tische gebraucht - im Vergleich dazu letztes Jahr etwas über einer halben Stunde. Alles verbleibende Material haben wir dann noch ausgeladen und in das Voratszelt gepackt, bis ich endlich wieder abdampfen konnte.

Denn: Ich musste nach Hause meine Kater und den Kater meiner Tante füttern. Das war nicht so toll... Aber zunächst musste ich den Transporter abgeben - dazu musste ich ihn aber erst einmal tanken! Und nachts um viertel vor elf eine offene Tankstelle zu finden ist nicht so leicht, wie man sich das vielleicht vorstellt. Aber glücklicherweise bin ich ja ein wenig ortskenntlich gewesen in Kalk. Dann ging es ja weiter, mit meinem Auto Richtung Heimat.

Die Kater waren schon am hungern :P Außerdem musste mein Auto auch dringend betankt werden. Dann noch schnell ein paar Sachen eingepackt und dann wieder zum Lager. Alles in allem war ich von 22:15 - 1:05 unterwegs.

Am nächsten Morgen gings weiter. Nachdem ich effektiv gar nicht geschlafen hatte, weil es so arsch kalt war, klingelte um halb acht auch schon wieder der Wecker, damit wir noch vor Eröffnung der Kinderbelustigung wieder zurück sind vom Einkaufen. Pascal kam zur Kinderbelustigung und erst dann sind wir tatsächlich Einkaufen gefahren. Gegen neun Uhr sind wir also erst los. Halb zwölf waren wir wieder zurück, da wir noch nen Umweg machen mussten über eine Bank. Außerdem waren auch mehrere Geschäfte zu besuchen um alle Artikel zu kaufen.

Für das Lager habe ich ohne den Transporter und Sprit über 130€ ausgegeben (vorgestreckt) und trotz einiger finanzspritzen ist mein Konto immer noch im Dispo. Ich hoffe, dass die Rückerstattung zügig von statten geht.

Ich war aber nach dem Einkaufen nur kurz im Zelt, um meinen Haustürschlüssel zu holen, denn ich musste ja wieder los zum Katzenfüttern. Außerdem wurde dieses Jahr kein Brennholz in ausreichenden Mengen gestellt, so dass ich dann unterwegs auch noch Brennmaterial, sowie das Grillfleisch und Lampenöl beschaffen musste. Letztlich haben wir die Öllampe gar nicht angemacht - da ich aus der Not schon Donnerstagabend jede Menge Kerzen mitgebracht habe und diese stattdessen verwendet wurden.
Zurück im lager war ich dann eigentlich gegen vier, jedoch kam dann niemand um das Auto auszuladen, so dass ich einmal 'um den Block' gefahren bin. Nachdem immer noch niemand ans Handy ging, hab ich dann erfragt, ob ich wieder mit dem Auto aufs Gelände durfte. Die haben vielleicht was geguckt, als ich da plötzlich mit dem Auto stand! :p

Ohne Schlaf, und so viel mit dem Auto gefahren, ich war total fertig mit der Welt. Zu nennenswert viel war ich nicht mehr fähig. Gegen Abend habe ich mich dann aber berappelt. Kurz nach acht bin ich dann wieder los Katzen füttern. Ich war gerade 3Km weg, da rief eine Freundin mich an, wo ich denn stecke, sie wären da. Ich hatte aber erst gegen viertel nach Zehn mit denen gerechnet, deswegen war ich ja losgefahren. Wir hatten dann ausgemacht, dass sie erst mal in Bergisch Gladbach was essen gehen und dann wieder kommen. Wir kamen etwa gleichzeitig an Gut Schiff wieder an. Ich hab dann lediglich ne kleine Tour übers Gelände gegeben, denn ich war ja noch gar nicht selbst rumgekommen, ich war ja die ganze Zeit unterwegs gewesen. Wir saßen noch ein wenig bei der Taverne und haben gequatscht. Danach bin ich zurück in unser Lager. Dort haben wir dann mit den Nachbar noch ein wenig gezecht.
Dummerweise, obwohl ich längst übernächtigt war, bin ich dann erst um viertel nach vier ins Bett gekrochen - und mir war da schon nicht so gut. Ich hatte gut einen im Tee und mein Magen hat das auch rebellierenderweise quittiert...

Am nächsten Morgen ging es mir immer noch etwas flau und hin und her... aber ich musste ja Katzen füttern. Nur ist es unterwegs noch schlimmer geworden. Oh mein Gott, ich dachte, ich würde mich jeden Moment übergeben. Die kleinste Berührung in der Bauch / Magengegend und es ging wieder los. Dazu noch Bodenwellen, Hubbel, Schlaglöcher... Interessanterweise hatte ich keine Kopfschmerzen. Aber ich war müde, ich hätte im Stehen schlafen können. Ich hatte mich schon zu einem Nickerchen auf dem Sofa bei meinem zu sittendem Kater gebettet. Aber als es nicht besser wurde, auch nicht, nachdem ich meine Kater gefüttert hatte, hab ichs mit Essen und Schlafen versucht... Aber irgendwann war klar, das gibt keinen mehr.
Erst Sonntagmorgen war ich wieder im Lager. Erst musste ich am hintersten Fleck parken, das war schon der nächste Ort! Und dann war das mit dem Einlass noch so ne Sache. Ich war ja nicht gewandet. Letztlich musste ich nichts zahlen, aber mich quasi rechtfertigen.
Der Sonntag ging natürlich sehr schnell rum. Ich hab dann noch ne kleine Runde gedreht und mich mit den Nachbarn vom letzten Jahr etwas verquatscht. Aber ich hatte ja faktisch noch nichts vom Lager gesehen.

Dann ging es schon an den Abbau. Wir mussten den Sprinter durch eine Engstelle manövrieren, was mit vereinten Kräften auch gelang - sonst hätten wir tatsächlich warten müssen, bis die ganzen Händler ihren Kram eingeladen und sich vom Acker gemacht hätten. So Geduldig war ich nicht. Dann lieber mit viel Gemütsruhe diese Millimeterarbeit vollbringen und loslegen! Ich musste natürlich wieder ans Ende der Welt laufen, um mein Auto zu holen -.- Und bis ich mit dem Opel zurück war und eingeladen hatte, war es schon wieder fast dunkel. Der Transporter war noch da, aber niemand zu sehen. Und als ich grad fertig eingeladen hatte, tauchten aus dem Nichts Pascal und Henrike auf. Die anderen waren schon weg. Wir sind dann alle aufgebrochen gen Heimat.

Ich habe einen Zwischenstopp bei meiner Mutter eingelegt, hab mich dort aber nicht lange aufgehalten, da mich schon bei Beginn des Abbaus schleichend eine Migräne belagert hatte, die immer schlimmer wurde. Nachher hätte ich heulen und kotzen können -.- Die Scheinwerfer des Gegenverkehrs waren die reinste Hölle. Um halb zwölf war ich dann auch wieder Zuhause.
Das Aufräumen ist aber noch nicht abgeschlossen.

Abschließend kann ich sagen: von diesem Lager kann ich gar nicht wirklich etwas sagen, da ich ja kaum da war. Für mich persönlich ein totaler Reinfall.

1 Kommentar:

  1. Die Story kommt mir aber bekannt vor... guckuck und liebe Grüße. ;o)

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