Dienstag, 12. September 2017

Abschluss der Lagersaison 2017

Am vergangenen Wochenende war das letzte Lager für 2017. Wir waren in Gangelt an der holländischen Grenze zu Gast bei den Schildwächtern.
Neben einem wechselhaften Herbstwetter, dem mein Zelt mit Bravour trotzte, kamen auch verschiedene andere Dinge für mich auf den Prüfstand.

Die vergangene Saison 2017 war für mich der Testlauf, wie gut ich in einer anderen Gruppe funktioniere. Scheinbar besser als erwartet, denn rausgeschmissen wurde ich nicht ;-) aber zufrieden war ich selbst nicht. Der ständige Drang Dinge verändern zu wollen ist nicht bei allen willkommen. Es gibt jene, die das aufnehmen als Hilfestellung und es gibt jene, die sich einfach nur kritisiert fühlen. Insgesamt sehr durchwachsen also.

Aber für mich habe ich schon im privatesten entschieden, dass ich nicht mehr versuchen sollte andere zu sehr zu verändern. Egal wie viel Energie ich hinein stecke, es wird nicht so enden wie ich es mir erhoffe. Von den Fällen abgesehen, in denen man gegen die sprichwörtlichen Windmühlen kämpft, sind auch jene, die meinen Tipps und Anmerkungen wohlgesonnen entgegen stehen schon eine Herausforderung.

Seien wir doch einfach ehrlich, in manchen Dingen bin ich intolerant. Sie stören mich enorm. Ich habe versucht drüber hinweg zu sehen, aber wenn sich herausgestellt, dass es kein temporärer Zustand ist, sondern als permanent angestrebt wird, ist bei mir Schluss mit lustig. Da muss man klare Verhältnisse schaffen, wer was will, wie man sich die Zukunft vorstellt, wohin es gehen soll. Mittelalter Camping ist nicht mein Ziel. Das hat mich schon in der Vergangenheit genug gestört um mich umzudrehen und zu gehen. Das hat sich in den letzten 3 Jahren nicht geändert.

Ich habe auch keine Lust mehr mit Leuten zu diskutieren, die den Unterschied zwischen Leben und Darstellung nicht verstehen und so drollige Anmerkungen einwerfen wie, dann darfst du nicht mit dem Auto anreisen, musst die mittelalterliche Sprache sprechen usw. - spätestens dann wird klar, dass man es mit Windmühlen zutun hat. (Vielleicht widme ich dem Thema einen eigenen Eintrag.)

Ich habe versucht, wann immer ich etwas 'kritisiert' habe, gleich eine machbare (!) Alternative anzubieten - das verstehe ich unter konstruktiver Kritik. Aber wenn man gar nicht erst zuhört und gleich abwinkt, kann man natürlich meinen, dass ich ja alles negativ sehe. Vielen Dank für das Gespräch. Ich werfe meine Perlen dann zukünftig vor andere Säue.

Und vermutlich dann eher häufiger allein.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen